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Die Neuwiedenthaler Apfelschule

Seit 2009 gibt es die Neuwiedenthaler Apfelschule. Bei diesem Kooperationsprojekt lernen Schüler der drei Grundschulen des Stadtteils viel über gesunde Ernährung und darüber, wo ihr Essen eigentlich herkommt. Jeweils im Frühling, Sommer und Herbst geht es auf den Obstbauernhof Quast in Neuenfelde. Hier verfolgen sie die Entwicklung der Früchte von der Blüte bis zur Ernte. Das macht den Kindern viel Spaß – und zeigt ihnen, was es in unmittelbarer Umgebung von Neuwiedenthal zu erleben gibt. Schließlich grenzt mit dem Alten Land das größte zusammenhängende Obstanbaugebiet Nordeuropas direkt an den Stadtteil.

Zum  Abschluss findet jeweils im Oktober ein Apfelfest statt. Hier pressen die Schulklassen ihren eigenen Apfelsaft der Marke „Neuwiedenthaler Apfelgold“. Gesponsert wurde das Event – wie die ganze Apfelschule – vom Stadtteilmarketing Neuwiedenthal, zu dem sich elf Vermieter des Stadtteils zusammengeschlossen haben.

Herbst – die Äpfel werden geerntet

Im Herbst werden die Tage bereits kürzer. Trotzdem ist jetzt auf dem Obsthof Hochbetrieb: Die Apfelernte beginnt. Von September bis Ende Oktober ist Erntezeit.

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60.000 Bäume stehen auf den Plantagen des Obsthofs Quast. Erntehelfer unterstützen den Bauern beim Pflücken von 1.000 Tonnen Äpfeln. Auch die Kinder der Apfelschule fassen mit an. Dabei lernen sie die acht verschiedene Sorten kennen: Elstar, Jonagold, Jonagored, Topaz, Gerlinde, Santana, Holsteiner Cox und Dalin Bel.
Die Früchte wandern in den Kühlraum. Dort werden sie gelagert, bis sie den Winter und Frühling über verkauft werden. Der Vertrieb läuft über den Biogroßhandel „Augustin KG Apfelhandel“.
Ein Teil der Äpfel wird aber auch für das Apfelfest in Neuwiedenhtal gebraucht. Dort verarbeiten ihn die Schüler dann zum einzigartigen „Neuwiedenthaler Apfelgold“.

Sommer – die Früchte wachsen

Im Sommer hängen bereits kleine Äpfel an den Bäumen. Der Obstbauer hofft auf Sonne und ausreichend Regen, damit die Äpfel reifen können. Früchte, die ein Baum nicht versorgen kann, lässt er einfach fallen.

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Die Kinder lernen, dass auch im Sommer einiges auf dem Obsthof zu tun ist: Bäume werden ausgedünnt, damit alle Äpfel viel Sonne abbekommen. Äpfel, die Schäden aufweisen, entfernt der Bauer. Zweige, die nach oben wachsen, werden mit kleinen Gewichten nach unten gezogen, weil sonst an ihnen keine Äpfel wachsen.
Nach der Besichtigung der Plantagen wird es wieder lecker: Die Kinder backen auf dem Hof Apfelwaffeln und lassen sie sich schmecken.

Frühling – die Apfelbäume blühen

Das Frühjahr ist die Zeit der Apfelblüte. Die Bienen sind fleißig am Nektar sammeln und bestäuben dabei die Blüten. Die Neuwiedenthaler Schüler lernen erst einmal die Äpfel vom vergangenen Jahr kennen – und pressen Apfelsaft aus den leckeren Früchten.

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Auch Schädlinge wie die Blattläuse sind in dieser Zeit unterwegs – der Bio-Bauer vertreibt sie aber mit hilfreichen Insekten auf natürliche Weise. Die Kinder lernen, wie er das macht. Der Bauer hängt kleine Säckchen mit Stroh an die Bäume, in denen es sich Ohrenkneifer bequem machen. Deren Hauptgericht: Läuse.